Film ist gelebte Sozialpsychologie.

Anmerkungen zur Sozialpsychologie

Ein großes Thema der Sozialpsychologie ist die Manipulation. Wir manipulieren häufig unbewusst wie durch die Floskel „Jedes Kind weiß doch, dass..“. Wir erleben gerade ein neues „Zeitalter der Manipulation“. Werbepsychologie und Meinungsbeeinflussung ist durch „Framing“ in Politik und Medien heute vielfach im Gespräch.

Professionelle Manipulation basiert auf Erkenntnissen der Sozialpsychologie wie z.B. kognitiver Dissonanz und Reaktanz. Die bekannten Sozialpsychologen Philip Zimbardo und Stanley Milgram wollten verstehen, wie Menschen zu unvorstellbaren Taten fähig waren und es immer noch sind. Sie fragten sich, wie so viele Menschen den Nationalsozialismus und deren Folgen ermöglichten und mit trugen.

Durch ihre Experimente des Stanford Prison Experiments und der Milgram Studie konnten sie nachweisen, dass die Menschen heute nicht weniger anfällig für den Missbrauch der Macht und das Mitläufertum sind. Die Vorfälle in Abu Graib, bei denen amerikanische Soldaten Gefangene folterten, erschütterten die Welt. Auch heute sehen wir Extreme in Meinungen aller politischen Richtungen.

Subjektiv mag sich jede Partei im Recht meinen, doch im Ergebnis erleben wir einen „Krieg“ um die Deutungshoheit der korrekten politischen Agenda.

Meiner Meinung nach erleben wir gerade eine gefährliche Entwicklung, bei der die Bürger durch Manipulationen, nicht durch unabhängige Meinungsbildung, für politische Ansichten und Überzeugungen gewonnen werden sollen. Aufgabenstellung der Sozialpsychologie (und der Medien) sollte es gerade heute unbedingt sein, politisch neutrale Aufklärungsarbeit für die Allgemeinheit zu leisten, damit der Bürger unabhängige Entscheidungen treffen kann, die ihm und seiner Umwelt nach eigener un-manipulierter Überlegung am besten scheinen.

G/QU, 02.02.2019




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